16. April 2004

cars and streets

ich muss zwischendurch mal was zu den Gewohnheiten und Gepflogenheiten der Amerikaner sagen :

Strassen: der Zustand der Interstates ist erschreckend. Das gaeb's teilweise bei uns nur als Forstweg. Nicht nur, dass teilweise Stuecke in der Strasse fehlen (50cm Durchmesser, 5 cm tief), nein, teilweise auf Meilen hintereinander kaputte Bodenbelege wo man vom Geraeuschpegel das Radio schon arg laut machen muss. Selbst auf den Mautstuecken, wo man doch eigentlich denken muesste, dass sie dort genuegend Geld haben, ist es nicht anders.

Beschilderung: Man liebt es oder man hasst es. Ich liebe an der Beschilderung, dass man direkt sieht, wo man rauskommt. D.h. jeder Strassenname, auf dem man rauskommt, ist benannt und somit ist es denkbar einfach. Desweiteren sind fast alle Strassennummerierungen mit Himmelsrichtungen versehen, so dass man sofort weiss, ob man in die richtige Richtung faehrt. Was mir aber absolut fehlt, sind die Wiederholungen, die man auf dt. Autobahnen z.B. hat. Man sieht immer wieder, auf welcher Autobahn man ist und auf welche man drauf will. Hier ist es so, dass man fast immer nur sieht, wo man drauffaehrt, aber nicht dauerhaft weiss, wo man eigentlich drauf rumfaehrt...

Autos fahren: ist einfach gemuetlich. Man hat 500 meilen vor sich und weiss, dass man 8-9h auf der Piste ist und hat trotzdem ein entspanntes Gefuehl vorher wie nachher. 95% der Zeit auf den Interstates fahr ich mit Tempomat. Da es keine wirklich hohen Geschwindigkeiten gibt, braucht man auch nicht oft bremsen und dementsprechend kann man sich auf einer der Spuren einreihen und gleiches Tempo fahren wie die anderen... und das fuer Stunden.

Geschwindigkeit: 55 mph (88 km/h) auf Highways, 65 (104 km/h) auf Interstates. Zuerst hab ich es auch versucht. Aber wenn man nur ueberholt wird, dann gibt man schnell auf. Also war die 70er Schallgrenze das naechste, was ich mich getraut habe. Eine Woche spaeter die 75. Da schaut man sich schon relativ haeufig um, ob nicht irgendwo ne Radarfalle steht. Seit Boston bin ich auf 80 hoch, da das der Schnitt der anderen Fahrer ist. Man fuehlt sich dabei jedoch wie ein Schwerstkrimineller, obwohl es grad mal 130 km/h sind...

Trucks: Irgendwo in einem Reisefuehrer hab ich mal gelesen: Wenn auf einer einspurigen Fahrbahn in der Ferne ein Truck entgegenkommt, der gerade jemanden ueberholt, dann kann man alles hoffen. Aber garantiert nicht, dass der Truck seinen Ueberholvorgang beendet, nur weil man mit einem Auto entgegenkommt. Also schon mal nach einer breiten Seitenspur Ausschau halten, wo man noch hin ausweichen kann. Der Reisefuehrer (ich glaub ein Marco Polo) hat Recht. Die Trucks beherrschen die Strassen und nehmen sich auf allen Fahrbahnen alle Freiheiten (the land of the free: die nehmen einfach alles zu woertlich)

Fahrbahnen: fast alle Interstates sind dreispurig, nur in den entlegeneren Ecken mal zweispurig. Neben der linken Spur gibt's noch ne 'Wach-Mach-Spur'. D.h. wenn man einmal ein wenig von der linken Spur abkommt, dann erzeugt das ein so lautes Geraeusch, das man schlagartig wieder wach ist. Dabei ist dort die Strasse nur auf eine bestimmte Art aufgerauht worden. Sollte man bei uns auch einfuehren. Rechts-Abbiegen ist nahezu an jeder Kreuzung erlaubt. Auch das sollte per Default bei uns eingefuehrt werden.

niagara falls

nach Boston hat's mich wie geplant ein wenig westlich verschlagen. Aus dem super Wetter der letzten Bostoner Tage wurde schlagartig heftigster Regen.

Der gesamte erste Tag hier am Niagara Fall war: Regenzeug raus, 1h draussen was anschauen, rein ins Motel, warten bis die Klamotten nicht mehr klamm waren und das ganze von vorne.

Haette ich gewusst, dass es den Tag drauf (also gestern) ohne Ende Sonnenschein gab und kein bisschen Nebel (den ich am ersten Tag natuerlich noch obendrauf hatte) dann waer ich besser nen Tag laenger in Boston geblieben.

Gestern jedoch war's so klasse, dass ich einmal komplett um den Fall drumrumgelaufen bin, was bedeutet, dass man in den noerdlichen Teil nur mit Reisepass reinkommt, da das der kanadische Teil ist. (und zu guter letzt durfte ich sogar Fussgaenger-toll bezahlen, als ich wieder zurueck nach USA wollte).

Niagara is geil... Absolut !

11. April 2004

eastereggs in america

ich hoffe, dass dieser Trend nicht auch nach Deutschland ueberschwappt.

An jeder Ecke laufen 2m grosse Osterhasen rum, lassen sich mit Kindern fotografieren und haben gruen und blau blinkende LED-Lichter als Augen :-(

In den Vorgaerten der Leute wurden die Fahnen entweder ausgetauscht gegen Oster-Flaggen, oder es wurde einfach eine weitere Fahne gehisst und somit deutlich gemacht: "I'm proud to be an easter-bunny"

Die Amerikaner, die spinnen....

unbelievable

ich sitz grad in der Harvard Uni und nutze einen oeffentlich zugaengigen Internet-PC in einer gigantischen Library. Ansonsten scheint's hier auch nix anderes an I-Cafes zu geben :-(

Auf dem Weg hoch nach Boston musste ich mal wieder an NY vorbei. Das macht langsam keinen Spass mehr. Knapp 10 toll-stations und jedesmal 1-6 $ bezahlen. Die machen das mit der Maut auf Ihre Art ganz geschickt und haben noch ohne Ende Arbeitsplaetze auf diese Weise geschaffen.

Desweiteren ist NY-City so verstopft, dass ich eine zweitaegige Anfahrt nach Boston brauchte. Auf der Hinfahrt gab's dann noch einen interessanten Abstecher nach New Haven wo die Yale-Universitaet ist. Haett ich das mit den oeffentlichen Libraries dort schon gewusst, haett ich vielleicht schon frueher mal wieder was von mir hoeren lassen. Ansonsten ist Yale gigantisch. Erstmal gibt's ein riesen Areal in der Stadtmitte, das nur aus Yale-Krankenhaus-Uni, etc. besteht. Ansonsten gibt's noch den eigentlichen Campus, der auch wieder eine Stadt fuer sich ist und sogar eigene Kirchen auf dem Areal hat, samt Friedhof...

Im Sueden Boston's angekommen bei bestem Wetter und entlich mal 10 Grad aufwaerts macht das touren in die ein oder andere Ecke natuerlich besonders Spass.

Hervorheben moecht ich hier mal Dirk's Tipp mit Cape Cod. Absolut sehenswert, wenn auch mal wieder die meisten Sehenswuerdigkeiten geschlossen waren. Diesmal jedoch wegen Vorsaison und nicht wegen Sicherheitsmassnahmen.

Von hier wird's jetzt weiter gen Westen gehen, Richtung Niagarafaelle. Hoffentlich gibt's da wieder ne Uni zum Schreiben oder eine Mall mit gamble-den Kids drin, die auch Internetanschluesse zur Verfuegung stellen.

7. April 2004

Richtung Norden

wird der naechste Step gehen.

Nachdem ich in A.C. (Atlantic City) nicht mein ganzes Geld verspielt habe und demzufolge das Rueckflugticket noch besitze, muss ich versuchen, dieses Problem in 5 Wochen in Las Vegas in den Griff zu kriegen.

Ich hab mir naemlich ueberlegt, dass es sich gar nicht lohnt, den Urlaub zu verkuerzen, nur weil man sein Geld in einem Casino verliert, sondern das man quasi als letztes Hemd das Rueckflugticket ueber ebay vertickt und dann einfach dort bleibt. Vielleicht merken die ja gar nicht, dass man sich irgendwo als Tellerwaescher sein Geld verdient und kann drueben bleiben...

Gestern hab ich mir die Umgebung von A.C. im Sueden naeher angeschaut. Point May ist der suedlichste Auslaeufer in der Kuestenregion hier und dort hat man ein geniales Atlantikpanorama bei Temperaturen um die 0 Grad und Wind um die 80 km/h. Also keine Umgebung zum Wandern, eher zum Atlantik-Anschauen und bei strahlend blauem Himmel ins Traeumen zu geraten.

Danach schaute ich mir die A.C. Strandpromenade ein wenig genauer an. Casino neben Casino und Trump ist der absolut beherrschende Faktor hier. Viele Casinos sind jedoch ziemlich heruntergekommen. Viel Geld scheint man hier an der Ostkueste nicht verdienen zu koennen. Desweiteren fehlt mir hier das typische Las Vegas Flair, wo man in jedem groesseren Casino abends ultimative Shows hat. Zweitklassige Saenger mit deren Shows sind jedoch an jeder Strassenecke moeglich gewesen.

Vor dem Aus-Checken habe ich mir noch die aktuellen Infos bez. Temperaturen und Schnee in den Neuenglandstaaten angeschaut und beschlossen, trotz Sommerreifen dort hin zu reisen, da der Regen/Schnee angeblich vorbei ist, wenn ich dort ankomme.

Somit sitz ich nun noch kurz im I-Cafe und hoffe, dass ich in der Naehe von Boston wieder so einfach ans Internet rankomme. Bis bald...

5. April 2004

very well

wer haette schon vermutet, dass Schumi das nicht schafft...

3 Poles, 3 Siege - mehr braucht man wohl nicht zu sagen. BMW und Mercedes unter "ferner liefen". Tja, die Saison scheint gelaufen zu sein, bevor sie anfaengt. Und das mit Button als staerkstem Rivalen...

Apropos, ich befinde mich zur Zeit gerade in Atlantic City. Dem kleinen Las Vegas der Ostkueste, Komplett in TRUMP-Besitz so wie es scheint. Werd gleich mal ein wenig Geld verzocken, ....aeh, wollt sagen, gewinnen gehen und dann vielleicht noch ein paar Wochen dranhaengen, je nachdem, wie hoch er ausfaellt. Bzw. Wochen vorher zurueckkommen, falls ich in einen Spieltaumel verfalle.

4. April 2004

apropos

Schumi, der heute natuerlich wieder die Pole Position hat, bekommt noch alle meine freien Daumen gedrueckt. BMW auf 3 und 4 ist natuerlich ne starke Konkurrenz. Aber Ralf will seinen Bruder ja nicht wirklich ueberfluegeln. Ihm reicht's ja meistens, wenn er's gegen Montoya schafft.

amazing

ich dachte schon, ausserhalb New Yorks find ich kein Internetcafe mehr und schon lauf ich durch ne endlos lange Mall durch, wo in einem riesen Raum vorne ein paar Kids Magic spielen. Aber das ist nicht alles. Im Hinterzimmer spielen ein Dutzend Kids Counterstrike und ballern sich zu Tode. Der Typ, der das ganze leitet hat mir direkt einen PC angeboten, wo ich jetzt fuer ein paar Bucks ins Internet kann...

Aber, wie immer der Reihe nach. Stehengeblieben bin ich in NY, wo ich nach dem Internetcafe noch ein wenig die 42nd Street runtergelaufen bin und mir die UNO angeschaut habe. Bis auf den grossen Klotz (wenn er schwarz angestrichen gewesen waer haett ich mich in "2001, Odyssee im Weltraum" zurueckversetzt gesehen) ist das ganze Areal weitestgehend abgeriegelt und gut bewacht. Also weiter mit der subway nach Downtown und mit ner Faehre nach Liberty Island. Vor der Faehre war noch Sicherheitskontrolle, wo ich sogar meinen Guertel (Spuren von Metall) ausziehen musste (natuerlich neben allen anderen Vorkehrungen, die man ja vom Flughafen kennt).

Imposant ist die Lady Liberty schon, wenn man 91m unter ihr steht und hochschaut. Leider ist aus Sicherheitsgruenden kein Eintritt mehr moeglich. Angeblich nur solange, bis man weiss, mit welchen Sicherheitsmassnahmen man die Lady wieder oeffnen kann.

Zurueck auf dem Festland Richtung Wall Street und Ground Zero hatte man teilweise den Eindruck, dass ganze Strassenzuege nur aus Polizisten bestehen...

Nachdem ich tags drauf New York den Ruecken gekehrt hatte, meinen Wagen am JFK abgeholt hatte und froh war dem immer staerker werdenden Regen zu entfliehen, beschloss ich erstmal nicht in den Norden zu fahren ( Regen + Schnee .... ) sondern ein wenig suedlicher. Washington sollte das naechste Ziel werden.

Das Wetter blieb zwar unveraendert (Regen ohne Ende) aber das hielt mich nicht davon ab, Mr. Bush einen persoenlichen Besuch vorm weissen Haus abzustatten. Die Sicherheitsmassnahmen sind jedoch der Wahnsinn. Seit dem 11. September sind die Amis wie paralysiert. Kaum Gebaeude sind noch oeffentlich, alles abgesperrt. Ins weisse Haus kommt man gar nicht mehr. Frueher war das wohl ohne Probleme moeglich, wenn man morgens frueh genug in einer endlosen Schlange platz genommen hat und dann wartete bis man ein paar der Bereiche anschauen durfte. Lincoln Memorial, der vergessene Obelisk aus Asterix XXIII und einige weitere Sehenswuerdigkeiten waren trotz Wetter gut zu erreichen und auch sehenswert.

Mehr gibt's morgen. Da komm ich dann nochmal in die Mall zurueck.

1. April 2004

schade

aber die USB-Anschluesse in dem Cafe lassen keine Uploads zu. Vielleicht brauch ich ein anderes Cafe, dass moderner ausgeruestet ist.

Wenn zwischenzeitlich Postings nicht lesbar sind, dann kann es daran liegen, dass sie initial auf "privat" angelegt wurden. Das Problem scheine ich aber seit heute auch im Griff zu haben.

31. März 2004

The beginning

So, die ersten 24h sind rum und ich muss mich erstmal an die amerikanischen Tastaturen gewoehnen (verd.... wo ist das oe).

Obwohl der Flug gestern schon um 7 Uhr in Koeln startete und die erste Stunde Zeitverschiebung schon in Heathrow begann, waren die weiteren 6 h Zeitverschiebung danach eigentlich das verwunderliche. Jedoch nur deshalb, weil die Amerikaner eine Woche spaeter mit der Daylight-Phase beginnen, so dass ich nun 7h zurueck bin und ab Samstag dann nur noch 6h.

(... hmm... das mit dem vertauschten z und y werd ich wohl auch nie lernen...)

ok, zurueck zum Thema:

New York. Gelandet in strahlendem Sonnenschein bei eiskalten 2-3 Grad (meine Grad/Angaben sind natuerlich immer eingedeutschte Celsiuswerte. Wer kann sich schon die Formel (F-32)*5/9 merken... ok! ich kann's, hab aber extra vor dem Flug geuebt :-) )

Zwischen JFK und dem Hotel in Manhattan hab ich mir ein Taxi geleistet. Sehr empfehlenswert, wenn man Queens und die Neighborhoods kennenlernen will und einen redegewandten Sightseeing-Fahrer hat, der einem eine gute Stunde Land und Leute naeherbringt. Nicht empfehlenswert, wenn man zwar vor der Tour den Preis kennt, aber durch tax, tipp und tunnel fast 50% nochmal obendrauf kommen. Hab ich aber unter "ersten USA-Erfahrungen" abgebucht und wird mir hoffentlich so schnell nicht nochmal passieren. ( ich liebe Laender, in denen der Preis dransteht, den man auch letztendlich bezahlen muss --- hallo Deutschland... in 9 Wochen hast Du mich zurueck. )

Manhattan ist platt wie ne Flunder. Egal wohin man geht, keine erkennbaren Erhebungen! Das einzige was wirklich hoch ist, sind die Skyscraper. Fast alle im Financial-District in Downtown.

Bis auf das Empire State Building. Das ist quasi direkt neben meinem "The New Yorker"-Hotel. 5 Minuten zu Fuss. Fuer grad mal 11 Dollar darf man sogar in den 86. Stock und sich die Umgebung anschauen. War jedoch nicht ganz so toll, da man nur 2 miles sehen konnte, da das Wetter heute alles andere als praechtig ist. Wolkenverhangen und immer noch nur 5 Grad.

Hab grad ein Internetcafe am Times Square gefunden und mich ueber die Groesse gewundert. Mehrere hundert Plaetze, aber wir sind ja schliesslich im Land der unbegrenzten Internetcafes. USB-Anschluesse gibt's auch, mal schauen, ob ich damit die ersten Bilder uploaden kann.